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Nachrichten 2010

Josef Stehling 70 Jahre

21. November 2010 - Waltraut Dierks

 

Am 28. November wird unser Schriftfreund Josef Stehling 70 Jahre. Er begann seine stenografische Karriere als Pressestenograf bei der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung. Seit 1970 bis zu seiner Pensionierung  war er  Parlamentsstenograf beim Niedersächsischen Landtag. 1995 wurde er Leiter des Stenografischen Dienstes. 

Josef Stehling ist ein hervorragender Stenograf. Er wurde mehrfach Deutscher Meister in Kurzschrift und schrieb einige Male 500 Silben, z. B. 1971 und 1973. Beim INTERSTENOKONGRESS  1971 in Brüssel wurde er mit 470 Silben Sieger in der deutschen Sprachengruppe und 1973 in Valencia mit 440 Silben. Aber auch seine Leistungen im Maschinenschreiben konnten sich sehen lassen. 

Von 1989 bis 2009 war Josef Stehling Generalsekretär der Intersteno Deutschland. Seine Aufgabe war u. a. die Vorbereitung der jährlichen Jahreshauptversammlungen. Dabei hat er die Städte immer so ausgesucht, dass sie neben der Versammlung noch die Möglichkeit für ein schönes Rahmenprogramm boten. Hier denken wir besonders gerne an die Versammlung in Magdeburg und die Schifffahrt auf dem Kanal. 

Mehrere Jahre war Josef Stehling der offizielle Vertreter Deutschlands im Zentralkomitee (jetzt Rat) der Intersteno. Bei den Sitzungen wurden besonders seine Beiträge zu den Kurzschriftwettbewerben sehr geschätzt.. Es ist immer von großem Wert, wenn frühere Wettschreiber sich hier einbringen. Als Ansager hat er sich weiter zur Verfügung gestellt. Als Intersteno keine Live-Ansagen mehr zuließ, vermittelte er uns zum Tonstudio Christes in Hannover und machte seine Ansagen dann auf Band. Sie sind von hervorragender Qualität. 

Im Jahre 2001 organisierte Josef Stehling den INTERSTENO-Kongress in Hannover. Alle, die mitgeholfen haben, wissen, wie viel Kleinarbeit in der Vorbereitung steckte,  und wir alle bedauerten sehr, dass er wegen Krankheit nur inaktiv am Kongress teilnehmen konnte. Die Gäste aus aller Herren Länder erinnern sich gern an Hannover. 

Im Jahre 2009 – er hatte es schon ein Jahr vorher angekündigt – trat Josef Stehling von seinem Amt als Generalsekretär zurück. Er versicherte uns aber, dass er weiter mithelfen würde, um seiner Nachfolgerin Christine Kuthe zur Hand zu gehen. Und so fand er sich auch diesem Jahr bereit, die Veranstaltung in Bad Nenndorf zu organisieren. 

Josef Stehling verdient unseren großen Dank und unsere Anerkennung. Wir gratulieren ihm sehr herzlich zum Geburtstag und wünschen ihm noch viele glückliche und gesunde Jahre im Kreise seiner Familie und bei uns Stenografen. 

Wolfgang Klein, Regensburg †

20. November 2010 - Waltraut Dierks

 

Der langjährige Vorsitzende des Bayerischen Stenografenverbandes Wolfgang Klein hat uns nach langer schwerer Krankheit am 16. November für immer verlassen. Trotz seiner Krankheit war er bis zum Schluss für unsere Organisation tätig. 

 

Wir kennen Wolfgang Klein als eifrigen Mitarbeiter, der mit seiner Frau oft den langen Weg von Regensburg nach Norddeutschland auf sich nahm, um an Veranstaltungen teilzunehmen, bei Gesamtvorstandssitzungen ebenso wie als Helfer bei Wettschreiben. Von 1998 bis 2005 war Wolfgang Klein Vizepräsident des Deutschen Stenografenbundes  und 1999 und 2000 war er als kommissarischer Präsident für den Bund tätig. 

 

Seine besondere Liebe galt dem Bayerischen Schülerleistungsschreiben, das er jedes Jahr durchführte. Aber auch Bayerische Verbandstage und Treffen mit benachbarten Ländern wurden von ihm organisiert. So traf man sich oft mit Schreibern aus Tschechien, der Slowakei, Österreich, Polen und Südtirol. 

 

Auch außerhalb seiner Tätigkeit im Deutschen Stenografenbund war Wolfgang Klein engagiert, zum Beispiel bei Berufsverbänden, in Lehrplankommissionen und Prüfungsausschüssen. Für seine Arbeit wurde er  mit der Gabelsberger-Medaille in Gold des Bayerischen Stenografenverbandes ausgezeichnet und war Träger des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. 

 

Wolfgang Klein hat sich um die stenografischen Organisationen in Deutschland verdient gemacht. Er wird uns unvergessen bleiben.

Von Peking nach Paris

2. November 2012 - Gregor Keller

 

Nach dem ersten außereuropäischen Interstenokongress mit Weltmeisterschafen im Jahre 2009 in Beijing treffen sich die Interstenos vom 10. Juli bis 15. Juli 2011 in Paris zum 48. Interstenokongress mit Weltmeisterschaften (Speech capturing competition, Speech capturing competiton in realtime, Professional word processing competition, Text correction competition, Correspondence and minute-taking competition, Multilanguage competition). Aus rund 30 Ländern der Welt werden um 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer -  insbesondere Jugendliche - erwartet. Möglicherweise wird in bis zu 18 Sprachen geschrieben. 

 

Über 120 Jahre Historie. Am 26. September 1887 wurde der erste Interstenokongress in London  eröffnet, Weltmeisterschaften gab es noch nicht, die wurden erst nach dem 2. Weltkrieg ab dem 21. Kongress in Monaco im Jahre 1955 eingeführt. Der letzte Kongress in Deutschland war im Sommer 2001 in Hannover (43. Kongress), danach in Rom, Wien, Prag und in Peking.

 

Mit dem 48. Kongress in Paris sind die Interstenos 2011 zum 5. Mal in dieser Weltmetropole. 1889, 1900, 1931 und 1965 (erstmals mit Weltmeisterschaften) besuchte man die Stadt an der Seine. Übrigens beim zweiten Kongress 1889 in Paris fand die Weltausstellung statt, aus deren Anlass auch der Eiffelturm fertiggestellt worden war. Auffällig ist, dass die üblicherweise alle 2 Jahre stattfindenden Kongress in dieser Zeit  ausnahmsweise 1889, 1890 (München) und 1891 (Berlin), also in einjährigem Abstand stattfanden. Es gab Probleme mit den Anhängern der deutschen Kurzschriftsysteme Gabelsberger und Stolze, die beide den Kongress 1889 durchführen wollten...Wenn man heute die Liste der Kongresse durchsieht, tauchen auch noch andere Merkwürdigkeiten auf (zwei Weltkriege und deren Folgen waren zu überwinden). Jedenfalls hat man 1931 beim Kongress in Paris die Numerierung der Kongresse geregelt. Aus der Auflistung kann man heute kaum erkennen, welche Schwierigkeiten zu überwinden waren.

 

Ein neuer Abschnitt der internationalen Kongresse begann 1955 mit dem Kongress in Monaco. Man gab sich erstmals auch ein Statut. Die Kongresse haben sich wesentlich verändert zu denen in der Zeit vor den Weltkriegen. Es wurden Weltmeisterschaften eingeführt, zunächst im Maschinenschreiben und ab 1961 auch Leistungsschreiben in Stenografie. Damit begann die effektivste und erfolgreichste bis heute andauernde Periode in der Geschichte der internationalen Kongresse und man ist 2011 beim 48. Interstenokongress in der französischen Hauptstadt angekommen.

 

Aus dem sehr kurzen Auszug aus der Geschichte wird angedeutet, welche Bedeutung Paris für die Intersteno hat. Noch in keiner anderen Stadt wurden bisher 5 Kongresse durchgeführt. Und so freuen sich Stenografen und "Tastenflitzer" und natürlich deren Begleitung, im Jahre 2011 Paris zu besuchen. Zu erwarten ist, dass sich 2011 in Paris auch Teilnehmer an dem Kongress in Paris im  Jahre 1965 treffen. An diesen Kongress erinnert man sich in Deutschland gerne. Aus der Deutschen Stenografenzeitung 2004: „Marcel Racine, damaliger Intersteno-Generalsekretär dankte der deutschen Landesgruppe für ihr Engagement, erinnerte an ihre führende Rolle bei der Gründung aber auch an die immer starke Förderung der INTERSTENO, sie habe stets an vorderster Stelle mitgearbeitet, er sei als Generalsekretär glücklich mit dieser guten Organisation zusammen arbeiten zu können."

 

Die deutschen Teilnehmer kamen begeistert  zurück. Das liebenswürdige Paris  hatte schnell ihre Zuneigung gewonnen. Sigrid Lude gewann mit 683 Anschlägen/Min. Die Perfektion gewann die Türkin Ece Ötzabyrak. Manfred Kehrer gewann im dritten Stenografie-Wettbewerb zum dritten Mal. Generalsekretär blieb Marcel Racine, Präsident wurde Konrad Jahn aus Kopenhagen, Vizepräsident wurde Fritz Büttner, Deutschland.

 

 Paris wird auch im Jahre 2011 ein exzellenter, relativ naheliegender Anziehungspunkt für Schreiber aus dem Nachbarland Deutschland sein. Das Tagungsprogramm einschl. der Wettbewerbe und dem Vortragstag ist den vorhergehenden Kongressen im wesentlichen entsprechend, allerdings wird Sonntags angefangen, wobei es noch Überlegungen gibt, mit dem Mehrsprachenwettbewerb schon Samstags zu beginnen. Ein besonderes Erlebnis werden die Feiern zum Nationalfeiertag am 14. Juli (Jahrestag der Revolution von 1789) sein. Daran gedacht ist,  zentrale preiswerte Unterkünfte auch für alle Jugendlichen zu vermitteln, wobei die Kosten in Paris erwartungsgemäß insgesamt höher sein werden, das gilt auch für die Veranstaltungsgebühren  Ein touristisches Programm ist geplant.

Paris empfängt die Stenografen und Tastschreiber aus aller Welt zu ihren Weltmeisterschaften. Auch für die Organisation der INTERSTENO wird es eine bedeutsame und  zukunftsweisende Veranstaltung werden, stehen im Jahre 2011 doch Neuwahlen für den gesamten Vorstand (Board) an.

 

Informieren Sie sich bitte in der Deutschen Stenografenzeitung aber auch im Internet unter intersteno.de und intersteno.org über das Programm, Einzelheiten der Wettbewerbe, Anmelderegularien, Veröffentlichungen der Intersteno-Landesgruppe Deutschland usw.

Paris ist nicht nur eine Reise wert.

50 gemeinsame Jahre mit den Stenografen

17. Oktober 2010 - Gregor Keller

 

Goldene Hochzeit Marion und Heinz Borger, Offenbach



Am 16. Oktober feierten Marion und Heinz Borger goldene Hochzeit. Bei einem bewegenden aber auch heiteren Dankesgottesdienst in der Lutherkirche zu Offenbach-Bieber erinnerte die Pfarrerin Dorothee Limley daran, dass die beiden sich bei den Stenografen kennengelernt haben („er als strenger Lehrer -  sie als aufmerksame Schülerin “). Umrahmt war diese Feier vom Gesangsverein Polyhymnia, in dem Marion Borger sonst mitsingt. Das Engagement von Heinz Borger im Kirchenvorstand wurde anerkennend erwähnt.

Im Parkhotel Ledderstubb in Obertshausen feierten dann neben der Familie und Nachbarn viele Stenografen das goldene Paar. Lichtbild- und Dialektvorträge, Spielchen und eine kurze Rede von Gregor Keller, dem Weggefährten Heinz Borgers über die gesamte Zeit, trugen zur Feier bei.

Heinz Borger war über 25 Jahre Vorsitzender des VKMB Offenbach, jetzt Ehrenvorsitzender. Gregor Keller ging in seiner kurzen Rede auf die vielen Aktivitäten der Goldhochzeiter ein. Er spannte einen Bogen von Vorstandstätigkeiten vom Verein Offenbach, über die Hessische Stenografenjugend, Bezirk, Verband, Deutscher Stenografenbund, Intersteno, zu Gruppenreisen Berlin, Dubrovnik, über Mittelberg usw. bis Paris – eine unendliche Reihe von Aktivitäten. Und Keller meinte, eigentlich müsste man noch eine Auszeichnung bei den Stenos erfinden, eine goldene Ehrennadel für Ehepaare, die gemeinsam bei den Stenografen so lange aktiv sind. Und sie sind es ja immer noch als Werter bei den Deutschen Meisterschaften (seit Jahrzehnten)... Und nach Paris im nächsten Jahr zu reisen -  passte doch auch gut: Die Stadt der Liebe und auch der 48. Interstenokongress. Das wär's doch.

Und neben vielen Wünschen für die Zukunft gab es auch noch einen besonderen Wunsch für die Bad Birnbach-Fans auf bayrisch: P.x. 

Pleipt xund.

Council-Sitzung der INTERSTENO in Budapest

Das Parlamentsgebäude in Budapest einschl. des stenografischen Dienstes wurde von den Interstenos auch besucht. Rund ein Dutzend Stenografen sind dort mittels Handstenografie tätig (Gabelsberger ist dort kein unbeschriebenes Blatt...).

6. Oktober 2010 - Waltraut Dierks

 

Bericht über die Council-Sitzung der INTERSTENO in Budapest vom 1. bis 3. Oktober 2010 

 

Liebe Freunde,

die Council-Sitzungen der INTERSTENO finden während der Kongresstage und eine Sitzung immer in den Jahren zwischen den Kongressen statt. Mitglieder dieses Councils sind jeweils eine Person jeder Landesgruppe und der Vorstand – das Board.

 

Dieses Jahr hatte uns Csilla Hegedus von der Landesgruppe Ungarn nach  Budapest eingeladen. Der Einladung waren die meisten europäischen Länder sowie die Landesgruppe der USA, Chinas und Südkoreas gefolgt. Teilgenommen haben aus Deutschland Waltraut Dierks, Dr. Boris Neubauer und Gregor Keller.

 

Vor dem eigentlichen Beginn trifft sich jeweils die Jury, um Anträge zu besprechen und über sie abzustimmen. In der Sitzung des Councils werden diese Anträge dann bestätigt. Sonst werden wie bei allen anderen Jahreshauptversammlungen die Berichte des Präsidenten, des Generalsekretärs, der gleichzeitig auch die Kassengeschäfte führt und darüber berichtet, sowie der einzelnen Landesgruppen gegeben und anschließend wird darüber diskutiert. Auch die INTERSTENO hat zu wenig Geld, wie wir das von allen Vereinen und Organisationen kennen. Die Chinesen gaben noch einmal einen Bericht über den Kongress in Peking und bedankten sich, dass so viele Teilnehmer gekommen waren. 

 

Nun zu den Änderungen des Reglements, die uns interessieren:

"Artikel  13. In 13.1 steht, dass der Wettbewerb in drei Kategorien unterteilt ist und auch getrennt bewertet wird. Hier konnten die Tschechen und wir nach langer Diskussion  erreichen, dass der Antrag, nur noch eine Kategorie zu haben, abgelehnt wurde.

Textkorrektur. 14.2 Wertung: Der Teilnehmer bekommt 100 Punkte für jede richtig ausgeführte Änderung. Für jede unvollständige, zusätzliche oder nicht ausgeführte Änderung werden 500 Punkte abgezogen. Das bedeutete, dass man für falsche oder nicht ausgeführte Korrekturen nicht die 100 Gutpunkte bekam und außerdem noch 500 pro Fehler abgezogen wurden, d. h. es gab insgesamt 600 Minuspunkte

Die neue Fassung: Für alle Korrekturen, die bis zum Schlusspfiff richtig, falsch oder nicht gemacht wurden, bekommt man 100 Punkte. (Das bedeutet, dass die Prüfer die Zahl der Korrekturen an der Seite ablesen können.)

Für jede falsch oder nicht durchgeführte Korrektur werden 500 Punkte abgezogen.

Neu: Teilnehmer sind erfolgreich, wenn sie mindestens 60 richtige Korrekturen durchgeführt haben.

 

Über diesen Paragrafen haben die Jurymitglieder lange diskutiert und nur weil Helena Matouskova und ich uns dafür vehement eingesetzt haben, stimmten drei Mitglieder der Jury zu und die übrigen enthielten sich der Stimme.

Ein weiterer Antrag, der angenommen wurde: Auf der Ergebnisliste soll die Zahl der wirklichen Teilnehmer (d. h. einschließlich der nicht bestandenen) genannt werden, damit dort nicht steht: Weltmeister, aber es folgt kein weiterer Name. Das würde so aussehen, als wenn nur ein Schreiber mitgemacht hätte. Die nicht bestandenen Arbeiten sollen aber nicht in der Ergebnisliste aufgeführt werden.

Artikel 16.3.: Hier heißt es, dass die Übertragungszeit bei gleicher Platzzahl entscheidend ist. Das soll nicht mehr gemacht werden, sondern hier haben zwei oder mehr  Teilnehmer mit gleichen Ergebnissen auch den gleichen Platz. "

Nun zum Internet-Wettbewerb: Hier hatte der Verein Rheine angeregt, die Anschläge für Kinder zu reduzieren. Es gab noch weitere Vorschläge, man hat aber unseren angenommen:

Kinder                150 Anschläge
Schüler              180 Anschläge
Junioren            200 Anschläge
Erwachsene     240 Anschläge

Die Registrierung wird vom 14. bis 27. März nächsten Jahres möglich sein, der Wettbewerb beginnt am 28. März und endet am 6. Mai.

INTERSTENO-Kongress in Paris vom 10. bis 15. Juli 2011

Entgegen der bisherigen Gepflogenheit beginnt der Kongress im nächsten Jahr erst am Sonntag. Das Programm werden Sie auf Intersteno.org – Kongress in Paris – ansehen können. Praktisch verschieben sich alle Punkte der letzten Jahre nur um einen Tag.

Am Donnerstag ist in Frankreich Nationalfeiertag. Man will versuchen, den Abend für Helfer und Prüfer, Jury-Mitglieder und andere Funktionsträger auf einem Schiff durchzuführen, da an diesem Abend ein Feuerwerk stattfinden soll. 

Die Kosten für den Kongress sind recht teuer, für Paris war das nicht anders zu erwarten:

Gerechnet wird mit folgenden Beträgen, wo bei es noch möglich sein kann, dass die Kosten für den Festabend (wird im Rathaus stattfinden) noch irgendwie in den Kongressbeitrag integriert werden. Der Festabend ist unabhängig von der Siegerehrung, d. h. sie wird am Nachmittag stattfinden.

Kongressbeitrag                                               200,00 €
Teilnahme am Wettschreiben                              40,00 €
Festabend                                                         60,00 €

(Diese Beträge sind unter Vorbehalt)

Stenos auf dem Langener Markt

18. September 2010 - Gregor Keller

 
Alles Banane, oder was?
Langener Stenos auf dem Langener Markt

 

Alle Jahre wieder. Auch 2010 hatte der Stenografenverein Langen wieder seine „Zelte“ aufgeschlagen beim Langener Markt. Rund 200 Aussteller (Unternehmen, Vereine, Institutionen) repräsentierten sich auf der rund 1.7 km langen Einkaufsmeile . Die Geschäfte und Gaststätten in der Bahnstraße und auch angrenzenden Straßen hatten geöffnet und nicht nur die Langener flanierten hier und freuten sich über die doch beachtlichen Aktivitäten an diesem Sonntag in der Stadt zwischen Frankfurt und Darmstadt.   

Der Stenografenverein ist in Langen eine bekannte Institution. Das bewiesen die vielen Gespräche und Plaudereien, die die Besucher am Stand des Vereins mit der Vorsitzenden Regine Hoppe und ihren Vorstandskollegen führten. Da kamen schon auch nette Erinnerungen aus alten Tagen des über 100-jährigen Vereins zu Tage.  

Junge Besucher versuchten auf einer alten Schreibmaschine (Nachkriegsmodell) ihr Können zu beweisen und konnten so gut vergleichen, wie flott doch heute mittels der Computertastatur zu schreiben ist. Wenn, ja wenn man sie mit den 10 Fingern beherrscht und entsprechend übt. Da war Regine Hoppe, die Meisterin auf der Schreibmaschine und in Stenografie, natürlich in ihrem Element und hatte gleich entsprechende Kursangebote des Vereins zur Hand.

Überhaupt gab es das derzeitige Programm des Vereins von der Stenoschnupperstunde über die Computerkurse bis hin zur Deutschen Rechtschreibung und dem Vereinsleben (aktuell: Vereinsausflug im Herbst mit dem Äppelwoiexpress durch das naheliegende Frankfurt) schriftlich zum Mitnehmen.  

Ausgegeben wurden neben Prospekten nicht nur preiswerte alkoholfreie Getränke (alle Getränke 1 Euro) sondern auch stenobeschriftete Bananen regten zum Entziffern der Aufschrift an - und wer wollte, konnte sich auch eine Banane in Kurzschrift beschriften lassen und sich wundern, was da an Text alles drauf geht.   

Recht heiter ging’s zu am Stand der Stenos, auch wesentlich mit organisiert von Unterrichtsobfrau Christine Fels-Berg und Pressewart Uwe Daneke. Und der Stenografenverein Langen war einmal mehr eine Bereicherung des von vielen tausend Menschen besuchten Langener Markts, so war es jedenfalls auch von Günter Krumm zu hören, dem Ehrenvorsitzenden des Vereins und auch an anderer Stelle des Markts aktiv. 

   

www.intersteno.de

15. August 2010 - Gregor Keller

 

Eine Erfolgsgeschichte

 

Seit 1999, also seit über 10 Jahren, ist Intersteno Deutschland über die Seite www.intersteno.de im Internet zu erreichen. In dieser erlebnisreichen Zeit gab es viel zu berichten. Erinnert sei hier nur an die Interstenokongresse Hannover (2001), Rom (2003) Wien (2005), Prag (2007) und Peking (2009). Über diese Kongresse mit Weltmeisterschaften sind jeweils teilweise recht umfangreiche Ausführungen und Berichte unter www.intersteno.de zu erreichen.

 

Die Bedeutung des Internets auch für die Steno-Organisationen wird hier deutlich. Die Zahlen der Besucher und die Seitenaufrufe steigen bis heute. Es besteht offensichtlich ein erhebliches weltweites Interesse, das über die Zahl der Mitgliedsländer in der INTERSTENO hinausgeht.

 

Einige Zahlen und Fakten nur aus den vergangenen 6 Jahren (ab August 2004 bis Juli 2010) sind hier von Uwe Brüdigam, der die Seiten eingerichtet hat und von Anfang (1999) an auch betreut, nach Auflistungen des Providers genannt. In dieser Zeit haben rund 300 000 Besucher 600 000 Seiten aufgerufen. Seit 2008 entwickelt sich die Zahl der jährlichen Besucher von über 60 000 in Richtung auf 70 000.  Ab 2008 sind es über 100 000 Seitenaufrufe jährlich.

Zahl der Besucher   Seitenaufrufe
2004 11 964            24 658
2005 44 299            85 935
2006 41 488            84 537
2007 43 551            79 803
2008 67 295           102 586
2009 61 420           115 276
2010 46 312             99 261 (Jan. bis Juli)

 

Interessant ist eine Auflistung der in Anspruch genommenen Domains. Um rund 65 Prozent entfallen auf die thematischen Domains net und com, 35 Prozent auf Länderdomains. Von diesen Länderdomains entfallen rund die Hälfte auf diese Länder:  de (Deutschland), at (Österreich) und ch (Schweiz). Danach folgen im Jahr 2010 (nach Zugriffen sortiert) Brasilien (br), Italien (it), Schweden (se), China (cn), Ungarn (hu), Belgien (be), Niederlande (nl), Russland (ru), Frankreich (fr), Czech Republik (cz). Die Zahl der Länder (Ländernennungen) bewegt sich jährlich insgesamt um rund 56 Länder.

 

Interessant sind auch Zahlen, auf welche Beiträge jeweils zugegriffen worden ist. So ist der Beitrag „50 Jahre Intersteno“ von Gregor Keller mit bisher insgesamt 2100 Zugriffen der mit Abstand am meisten aufgerufene Beitrag. Großes Interesse fanden die jeweils täglich, noch während der China-Reise (2009) von Fahrtteilnehmern erstellten und aktuell ins Netz gestellten Reiseberichte (auch schon mal bis heute über 600 Zugriffe pro Reisetag) . „Über uns“, von Administrator Uwe Brüdigam ins Netz gestellt, brachte es bisher auf rund 1000 Zugriffe. Häufig wurde auch auf den Bericht über die Geschichte der deutsch-chinesischen Stenobeziehungen „Stenografen, Tastschreiber und andere Besucher reisen Mitte August nach China“ von Gregor Keller, zugegriffen, der auch in chinesischer Sprache und Schrift ins Netz gestellt wurde (in deutscher Sprache sind es bisher 642 Zugriffe und in chinesischer Übersetzung 399 Zugriffe, insgesamt also auch schon 1041 Zugriffe).

 

Auch mit diesen Auswertungen wird erkennbar: Die stenografischen Organisationen nutzen es längst, das Internet. Es ist auch für sie ein wichtiges Medium geworden.

 

Und es sollte, natürlich sorgsam, von allen Beteiligten genutzt werden. Und mit Veröffentlichungen und auch weiterer Nutzung ist kritisches Verhalten nicht entbehrlich. Das Internet vergisst nichts. Darauf verzichten sollte man nicht.

Auch ein Stenograf: 100 Jahre - Computererfinder Konrad Zuse

31. Juli 2010 - Gregor Keller

 

Am 22. Juni 1910 wurde Konrad Zuse in Berlin geboren – er wäre 2010 100 Jahre alt geworden. Am 18.12.1995 starb Konrad Zuse in Hünfeld.

 

Konrad Zuse entwickelte ab 1934 programmgesteuerte Rechenanlagen. 1941 stellte er die erste voll funktionsfähige Rechenanlage, das Modell Z3 her (Nachbau im Deutschen Museum München). Der Computererfinder lebte mit seiner Frau im hessischen Hünfeld, unweit von Bad Hersfeld. Zuse hat im Alter von 15 Jahren in der Schule an einem Stenografiekurs (Stolze/Schrey) teilgenommen. Später stellte er sich dann auf Einheitskurzschrift um. In der Zeitschrift „stenojugend“ aus dem Jahre 1995 ist ein interessantes Exklusiv-Interview von Rainer Knehans, Peter M.Urselmann und Silvia Schulte mit ihm veröffentlicht. Ein Hobby von Konrad Zuse zum Ausgleich seines technischen Wirkens war die Malerei.

 

Konrad Zuse erwähnte im Interview, dass er es als sehr angenehm empfindet, stenografieren zu können. Auch für die Aufzeichnungen in der Universität war das eine gutes Sache „Ich hätte nichts dagegegen, wenn Stenografie als Lehrfach eingeführt würde. Im Gegenteil, das würde manches erleichtern. Ich habe mich jedenfalls bemüht, die Stenografie zu pflegen. Wenn ich mal keine Korrespondenz in  Stenografie zu erledigen hatte, habe ich wenigstens meine Tagebuchnotizen in Stenografie geschrieben. Zum Teil sind es sogar solche, die heute historisch wichtig sind.“ Auf die Frage, ob er jemals daran gedacht habe, die beiden  Zweige „Computer“und „Stenografie“ zu verbinden antwortete er, dass er schon daran gedacht habe, dass man einen Computer haben müsste, der auch stenografieren kann. Allerdings habe er sich darum nie bemüht.

Auf die Frage, wie er damals auf die Idee gekommen sei, so etwas wie einen Computer zu entwickeln sagte Konrad Zuse, „Ich war zu faul zum Rechnen. Faulheit ist eine gute Triebkraft für die gesamte Technik.“

 

Da ist es nicht weit zur Feststellung, dass mit Kurzschrift natürlich wesentlich bequemer und schneller geschrieben werden kann als mit der Langschrift.

Reise ins Baltikum

27. Juni 2010 - Waltraut Dierks

 

Nach der tollen Rundreise in China schrieb die Intersteno gemeinsam mit dem Deutschen Stenografenbund in diesem Jahr eine Reise ins Baltikum aus. Und so machten sich 15 Personen (Stenos mit Anhang) am 20. Juni von Düsseldorf über Frankfurt für eine Woche auf die Reise in die vier Hauptstädte Litauens, Lettlands, Estlands und Finnlands.

 

Wir hatten eine sehr gute Reisebegleiterin, die uns mit der Kultur, der Geschichte und den Menschen der drei unterschiedlichen Länder vertraut machte. So fuhren wir erst in die Stadt der Kirchen nach Vilnius, anschließend in die alte Hansestadt Riga, die besonders wegen ihrer wunderschön restaurierten Jugendstilhäuser im Gedächtnis bleiben wird. Dass es in beiden Städten heftig regnete, störte uns zwar, aber wir gewöhnten uns daran. In 25 km Entfernung von Riga besuchten wir Jurmala, eine Stadt an der lettischen Riviera. Leider war das Wasser nur 12 Grad „warm“ und lud nicht zum Bade ein. Anschließend ging es durch einen Nationalpark, der zum Spazierengehen und zum Turmbesteigen verleitete und dann zur Weiterfahrt nach Tallin.

 

Die Hauptstadt Estlands  ist eine mittelalterliche Stadt und da die Sonne jetzt schien, konnten wir die Besichtigungen ohne Schirm machen und abends draußen sitzen. Nach einem Abstecher mit dem Katamaran nach Helsinki endete die Fahrt nach einer Woche. Ein besonderes Erlebnis war für uns, dass wir zur Zeit der Mittsommernacht da waren und es nachts sehr hell blieb. Leider finden die Feiern zur Johannesnacht mehr auf dem Lande statt, sodass wir in den Städten nur in Riga das Einkaufen vieler Eichen- und Blumenkränze erlebten.

 

An dieser Stelle herzlichen Dank an Uwe Brüdigam, der die Reise mit der Firma ZIK Gruppenreisen wieder hervorragend vorbereitet hat.

37. Bundesjugendschreiben 2010

27. Juni 2010 - Gregor Keller
 
Siegerehrung am 20. Juni im Festsaal des alten Rathauses in Erfurt, Fischmarkt 1

Auszug aus der Geschichte der Bundesjugend für Computer, Kurzschrift und Medien (vorher Deutsche Stenografenjugend)

 

In diesem Jahr hatte die Bundesjugendleitung zum 20. Juni 2010 die Sieger des 37. Bundesjugendschreibens in die Landeshauptstadt Thüringens Erfurt zur Siegerehrung ins Rathaus am Fischmarkt eingeladen.

Rund 50 Jugendliche einschl. Eltern, Lehrer, Betreuer und Gäste folgten der Einladung zum Wochenende in Erfurt.

 

Schon freitags kamen die ersten in die moderne Jugendherberge in der Hochheimer Straße, für das Wochenende war ein interessantes Programm von der Bundesjugendleitung der BJCKM aufgestellt worden. Samstagmorgen war offizielle Begrüßung durch Bildungsreferent Klaus Hübner und schon bei dem gemeinsamen Mittagessen lernte man sich kennen. Danach ging es in die Innenstadt zur Dombesichtigung bevor man eine moderne und auch traditionsreiche Stadt per Straßenbahn kennenlernte. Die zweistündige Stadtbesichtigung mit einer historischen Straßenbahn nebst Anhänger war eine glänzende Idee und führte einschließlich der Erläuterungen der Stadtführer zu einem recht umfassenden Bild über Erfurt und auch zur Kenntnis der imposanten Entwicklung seit der Deutschen Einheit. Das Wetter spielte mit und das größte Altstadtfest Thüringens (35. Krämerbrückenfest)  wurde am Wochenende mit strahlender Sonne und viel Musik  gefeiert. Auf vielen Plätzen der Innenstadt wurde auch musiziert und so war die Stimmung der Besucher des Festes, der Bundessieger und ihrer Begleiter heiter.

 

Am Sonntag pilgerte man dann zu Siegerehrung ins alte imposante Rathaus in der Innenstadt. Im altehrwürdigen Festsaal saß man zusammen und lauschte, umgeben von riesigen Gemälden, der Begrüßung durch den in diesem Jahr gewählten neuen Bundesjugendleiter Tim Schäck.

 

Danach sprach DStB-Präsidentin Hannelore Schindelasch und bezog in ihr Grußwort auch einige Geschichtsdaten der Stadt ein bevor die Vorsitzende des Thüringer Stenografenverbandes Barbara Kijek sich freute, dass man die Siegerehrung in diesem Jahr in Thüringen veranstaltete.

 

Gregor Keller, DStB-Ehrenpräsident, war von der Bundesjugendleitung gebeten worden ein wenig die Geschichte der Bundesjugend für Computer, Kurzschrift, und  Medien aufzuzeigen. Eine nicht leichte Aufgabe. Keller nannte die Gründung des Deutschen Stenografenbundes im Jahre 1868 und seine Wiedergründung nach dem 2. Weltkrieg im September 1947 und  spannte einen Bogen vom Sommer 1896 (im „Studienkreis für Kurzschrift“ am Steglitzer Gymnasium, dem späteren Stenografenverein Berlin-Steglitz, wurde die deutsche Jugendbewegung begründet) über Bundesjugendleiter nach dem Kriege Prof. Fischer, Paul Beutmann, Max Stolle bis hin zu dem in diesem Jahr gewählten Tim Schäck, der als Nachfolger von Jochen Schönfeld (12 Jahre lang Bundesjugendleiter und damit der am längsten amtierende Bundesjugendleiter) dieses bedeutende und verantwortungsvolle Amt antrat. Keller nannte alle Bundesjugendleiter und wies auf die Notwendigkeit der Jugendarbeit hin. Zwei ehemalige Bundesjugendleiter Jürgen Deimann und nun auch Jochen Schönfeld gehören derzeit dem geschäfsführenden Bundesvorstand an. So ist festzustellen, dass die Jugend im Präsidium gut vertreten ist. „Das könne der Organisation nur gut tun“, meinte Keller.

 

Das seit 1974 durchgeführte Bundesjugendschreiben war und ist ein bedeutender Bestandteil des Jugendprogramms und wurde ausdrücklich hervorgehoben. Geschätzt dürften über eine halbe Million Arbeiten von BJS-Teilnehmerinnen und Teilnehmern  in den vergangenen Jahren bewertet worden sein.  Besonders wurde hier erwähnt - neben vielen aktiven Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern: Mr. Bundesjugendschreiben, Hans Görner, Berlin. Die Herausgabe einer eigenen Jugendzeitschrift in den Jahren von 1971 bis 2005 war auch für die Vereine wichtig, schätzungsweise über 600 000 Exemplare wurden an die Vereine gegeben. Bedeutsam waren auch die Reisen, internationale und nationale Jugendbegnungen (auch im Rahmen des deutsch-französischen Jugendwerks, und vor allem die zahlreichen Berlinfahrten („Berlin durfte nicht vergessen werden“).

 

Die Organisationsform war ebenso Bestandteil der Ausführungen Kellers wie zahlreiche Ereignisse in den in Rede stehenden Jahren (insbesondere die Teilnahme mit eigenen Veranstaltungen bei den Stenografentagen, z.B. 1971 in Hannover). Die politische Bildung wurde erwähnt wie auch die kulturelle und sportliche Bildungsarbeit. Auch die Bildungsreferenten wurden genannt, zuletzt und nun schon bald 20 Jahre im Dienst, Klaus Hübner (seit Oktober 1991). Auch die Interstenokongresse und Weltmeisterschaften (z.B. 1989 in Dresden) kamen zur Sprache, wie auch Plakataktionen und Kontakte mit Prominenten, wie Konrad Zuse, dem Computererfinder (er würde in diesem Jahr 100 Jahre alt), Bundespräsident Roman Herzog, Ministerpräsident Dr. Beckstein und anderen berühmten Zeitgenossen. Auch die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Stenografenbund wurde als überwiegend positiv in der Vergangenheit gesehen. Abschließend ging Keller noch auf das sich seit 1993 explosionsartig verbreitende Medium Internet ein und freute sich, dass die Jugend das natürlich sofort erfasst hatte und sich mit einem eigenen erfolgreichen  Internetauftritt einbrachte. Zum Ende zitierte Keller noch die überall in der Welt bekannten Literaten Astrid Lindgren und Erich Kästner über ihr Verhältnis zur Stenografie. Sie waren begeisterte Stenografen. Und ganz zum Ende: „Ohne die Stenografenjugend mit ihren vielfältigen Aktivitäten sähe es um unsere Organisation deutlich weniger lebhaft aus.“

 

Die mit viel Beifall aufgenommenen Ausführungen  Kellers sollten nicht nur auszugsweise -  wie hier geschrieben - , sondern insgesamt noch schriftlich aufgenommen werden, so der Wunsch einiger Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der BJS-Siegerehrung.

Anschließend wurden die Sieger von BJL Tim Schäck und den anwesenden Gästen Hannelore Schindelasch, Barbara Kijek und Gregor Keller geehrt und erhielten ihre Urkunden und kleine Geschenke (Klaus Hübner hatte mit seinem Sohn einen reichen Gabentisch mit kleinen Geschenken gedeckt).

Nach einem gemeinsamen Mittagessen ging es dann wieder hinaus in die Heimat. Es war ein harmonisches, interessantes Wochenende in einer lebhaften Stadt, Erfurt.

Die Siegerliste zum 37. Bundesjugendschreiben finden Sie unter www.bjckm.de. Auch Fotos von Bernd Auersch u.a. werden dort veröffentlicht. Ein Film von ihm ist ebenfalls vorgesehen.

Generalversammlung der INTERSTENO Deutschland in Bad Nenndorf

In Bad Nenndorf fand am 13. Juni die diesjährige Generalversammlung der INTERSTENO Deutschland statt. Knapp 20 Mitglieder und Vertreter der angehörenden Organisationen waren anwesend, um die anstehenden Tagesordnungspunkte zu erörtern.

 

Präsidentin Waltraud Dierks begrüßte alle sehr herzlich und richtete Grüße befreundeter Organisationen und einiger Mitglieder aus, die an der Generalversammlung nicht teilnehmen konnten.

 

Die Tätigkeitsberichte des Vorstandes ‑ Präsidentin Waltraud Dierks berichtete u. a. davon, dass der nächste INTERSTENO-Kongress vom 10. bis 15 Juli 2011 in Paris stattfinden wird ‑ und der Bericht der Kassenprüfer gaben nur geringen Anlass zu weiteren Erläuterungen und Hinweisen. Im Anschluss an die kurze Aussprache, in der verabredet wurde, den Antrag an die INTERSTENO zu stellen, die Voraussetzungen für die Teilnahme am Internetwettbewerb für Kinder bis 12 Jahre und Schüler „zu lockern“ und den Termin auf den Spätherbst (November) zu verschieben, um den Veranstaltungskalender zu entzerren, wurde der Vorstand einstimmig entlastet.

 

Nach erfolgter Entlastung wurde der alte Vorstand einstimmig wiedergewählt:

  • Präsidentin Waltraud Dierks
  • Vizepräsidentin Regina Hoffmann
  • Generalsekretärin Christine Kuthe
  • Schatzmeister Stefan Kampfer
  • Beisitzer Rita Lehmann und Olaf Rörtgen

Auch die Kassenprüfer Gerd Rölleke und Uwe Brüdigam wurden einstimmig im Amt bestätigt.

Bevor über den Ort und den Termin der nächsten Generalversammlung gesprochen wurde ‑ eingereichte Anträge lagen nicht vor ‑, wurde beschlossen, den Beitragssatz unverändert beizubehalten.

 

Die nächste Generalversammlung soll am 17. September 2011 in Eisenach stattfinden.

Leipzig Open 2010

7. April 2010

 

Weltmeisterin siegte auch in Leipzig

Internationaler Stenografiewettbewerb Leipzig Open 2010

 

Seit 1994 veranstaltet der Stenografenverein Leipzig in jedem Jahr unter der Bezeichnung „Leipzig Open“ einen internationalen Stenografiewettbewerb, an dem sich Stenografen unterschiedlicher Muttersprache beteiligen. Zu den Zielen dieser Veranstaltung gehören die Förderung der Freundschaft zwischen den Stenografen verschiedener Nationen und die Vorbereitung auf die von der Intersteno organisierten Weltmeisterschaften in Kurzschrift. Das Reglement der Leipzig Open stimmt weitgehend mit dem Intersteno-Reglement überein. Allerdings beträgt die Übertragungszeit für alle Sprachen drei Stunden, und es werden nach wie vor nur Live-Diktate gegeben.

  

Am 27. März 2010 fanden die Leipzig Open bereits zum 17. Male statt. Die Beteiligung war diesmal hinsichtlich Qualität und Quantität besonders hoch. Unter den 36 Teilnehmern befanden sich neben einer Reihe deutscher Meisterschreiber die fünf besten ungarischen Stenografinnen, darunter sämtliche Medaillenträger des Wettbewerbs Handstenografie beim vorjährigen Intersteno-Kongress in Peking. Auch zwei Schreiberinnen aus Tschechien und eine Schreiberin aus Österreich konnten wir in Leipzig begrüßen.

 

Der deutsche Basistext wurde von Prof. Dr. Reiner Kreßmann, Osnabrück, ausgewählt. Er war auch der Präsident der Internationalen Jury. Die Siegerin von Peking, Erika Vicai aus Budapest, erwies sich auch in Leipzig als Beste. Die Plätze 2 und 3 gingen an Dr. Bernhard Gremmer, Landshut (Bayern), und an Zsuzsa Ferenc, Budapest. Alle drei meisterten erfolgreich 5 Minuten in der Kategorie A und erreichten dabei in der letzten Diktatminute 463 bzw. 465 Silben. Die weitere Rangfolge ist der beiliegenden Ergebnisliste zu entnehmen.

 

Alles in allem waren die Leipzig Open des Jahres 2010 ein voller Erfolg.

 

Ergebnisliste

                                                                                                                                                                                                   

Ehrenbrief an Erna Pfaff

25. Juni 2010 - Gregor Keller

 

Ehrenbrief des Landes Hessen an Erna Pfaff
70 Jahre Mitglied im Stenografenverein

Am 22. Februar überreichte der Oberbürgermeister der Stadt Darmstadt, Walter Hoffmann, an Erna Pfaff (85) für ihr ehrenamtliches Engagement im sozialen und gesellschaftlichen Bereich den Ehrenbrief des Landes Hessen, unterzeichnet vom Hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch. "Erna Pfaff gehört zu den Menschen, auf deren Engagement vor Ort die Stadtgesellschaft nicht verzichten kann, wir alle sind ihr zu großem Dank verpflichtet", so Walter Hoffmann.

Erna Pfaff ist seit 1995 Heimbeirätin und seit 1999 Heimbeiratsvorsitzende im Wohnpark Kranichstein. Dort setzt sie sich für die Belange der Heimbewohner ein und engagiert sich auch in der Heimbeiratsarbeit der Region. Für ihr vielfältiges Engagement erhielt sie im Jahre 2006 die Ehrenurkunde für verdiente Bürger der Stadt Darmstadt.
 
Erna Pfaff war über 42 Jahre lang Fachlehrerin für arbeitstechnische Fächer, ihre Fachgebiete waren Kurzschrift und Maschinenschreiben. Sie gehörte dem Prüfungsausschuss bei der IHK und der einschlägigen staatlichen Prüfungskommission für Lehrer der Kurzschrift, des Maschinenschreibens und der Bürotechnik an.
 
Mitglied im Stenografenverein Darmstadt ist sie seit 1939, also nun über 70 Jahre. Dafür ehrte sie der Verein bei seiner Jahreshauptversammlung am 20. Februar 2010. Sie war Gründungsmitglied der Hessischen Akademie für Bürowirtschaft (gegründet im Jahre 1965) und war auch bei der Wiedergründung des Stenografenvereins im Jahre 1947 gleich dabei. Für die HAB (auch Miglied in der Intersteno Deutschland)  beglückwünschte Frau Hella Stauth, langjährige Vorsitzender der HAB und jetzige Ehrenvorsitzende die Ausgezeichnete.
 
Erna Pfaff erinnert sich gerne an die aktiven Zeiten im Stenografenverein als Unterrichtsleiterin aber auch als Wettschreiberin. Sie schrieb beim Interstenokongress in Prag 1963 erfolgreich 325 Silben. Interstenokongresse hat sie immer gerne besucht, zuletzt den in Wien.
 
Erfolgreich hat Erna Pfaff auch eine Prüfung als Pressestenografin abgelegt.
 
Bei der Feier am 22. Februar im Darmstädter Neuen Rathaus waren mehrere Stenografen anwesend. Unter den von der Stadt Darmstadt eingeladenen rund 30 Gästen waren u.a. Gregor Keller, der in einer recht persönlich gehaltenen Rede die Glückwünsche des DStB und der Intersteno überbrachte, DStB-Kuratoriumsvorsitzender Rüdiger Grimm, Darmstadt, auch Kuratoriumsvorsitzender bei der HAB, und Bernd Auersch (fotografierte fleißig)l. 

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